Um 4:15 läutet unser Wecker, es ist noch stockdunkel, wir machen uns fertig, und Birgit nimmt noch einen Tea-to-go mit. Das Taxi ist für 5 Uhr bestellt, aber bis 5:30 kommt keines. Zum Glück hat das Hotel 24 Stunden-Service, und so besorgen wir selbst ein Taxi vom Hotel zum Flughafen.
Der Flug dauert wieder nur ca. 50 Minuten. Schon im Landeanflug fällt uns auf, dass Barbados anders ist, denn da sind zumindest in Sichtweite keine Berge, Hügeln oder sonst eine andere Erhebung.
Wir werden von einem sehr netten Guide in Empfang genommen und um 8:30 starten wir mit ihm eine Inselrundfahrt. Was wirklich ganz besonders toll ist, dass er ein sehr schönes, langsames und deutliches Englisch spricht. So was haben wir die letzten 2 Wochen noch nie hier gehört, super ist das.
Was uns neben der flachen Landschaft auch gleich auffällt, dass es hier keine Gitter in Shops oder bei Häusern gibt. Auch auf den Gartenmauern befindet sich kein Stacheldraht. Eindeutig ein Indiz, dass die Kriminalität in Barbados im Gegensatz zu Trinidad wesentlich geringer ist (in Trinidad gibt es jährlich 1.600 Morde, in Barbados nur 16).
Wir fahren nach Christ Church und frühstücken erst mal gemeinsam. Es gibt hier wirklich leckere Omeletts, mmm. Wir befinden uns noch im Süden, sozusagen im Touristenzentrum. Uns sind hier eindeutig zu viele helle Menschen.
Weiter gehts nach Bridgetown, wir machen eine Stadtrundfahrt und wir sehen das Haus, in dem Rihanna aufgewachsen ist. Die Straße wurde nach Ihr umbenannt in Rihanna Drive.
Danach fahren wir zur ältesten Rumdestillerie der Welt „Mount Gay 1703“ (1703 ist das Gründungsdatum) und kommen gerade noch rechtzeitig zu einer Führung samt Rumverkostung, mmmm :-)
Auf dem Weg in den Norden kommen wir zum höchsten Punkt der Insel „Mount Hillaby“ mit 340m Höhe mit tollem Ausblick auf die Dschungelähnliche Landschaft und dem Meer im Hintergrund.
Etwas später sind wir am nördlichsten Punkt von Barbados, der „Animal Flower Cave“. Die Küste ist hier völlig anders, mit Klippen und rauer See und zum Baden völlig ungeeignet. Aber gerade die Schroffheit und die Gewalt des Meeres sind beeindruckend.
Unser Rückweg führt uns an der Ostküste und im Landesinneren zurück zum Flughafen, wo uns unser Guide um 15 Uhr wieder absetzt. Die Zeit bis zum Abflug verbringen wir mit Fastfood, Trinken, und Menschen beobachten.
Während der Inselrundfahrt hat uns der ausgesprochen freundliche und wissende Guide viel interessantes erzählt:
Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. In Barbados sind die Menschen sehr hilfsbereit, sowohl untereinander als auch mit fremden Menschen. Deshalb gibt es relativ wenig Obdachlosigkeit, weil sie sich gegenseitig unterstützen.
Es gibt im Vergleich zu den anderen Inseln eine sehr gute Infrastruktur, und es wird viel in Ausbildung und ins Sozialsystem investiert. Kindergarten ist von Babyalter bis 4,5 Jahre, Volksschule ist von 4,5 Jahre bis 11,5 Jahre und Hauptschule/bzw. Gymnasium ist von 11,5 Jahre bis 16 Jahre. Die Fenster der Schulen haben kein Fensterglas, sondern nur Alu- oder Holzlamellen. Das deshalb, damit beim Spielen keine Fensterscheibe kaputt gehen kann. Und außerdem ist die Temperatur hier ja immer angenehm warm und so kann der Wind durch die Klassenräume wehen.
Alle Bäume auf der Insel stehen unter Naturschutz. Holz wird importiert, der älteste Mahagoniebaum ist 100 Jahre alt und alle Strände sind öffentlich zugänglich und kostenlos benutzbar.
Als wir in Antigua ankommen, ist es dunkel und es regnet. Die Fahrt zum Hotel dauert etwa 20 Minuten. Es ist ein ausgesprochen nettes Hotel, und wir wohnen eigentlich in einer kleinen Wohnung. Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Küche, Bad/WC.